Vorletzte Etappe

Hier in den Cevennen ist es richtig kalt. Gestern Nacht konnten wir noch bei geöffnetem Fenster schlafen, heute brauchen wir schon die Heizung. Beim Frühstück sind es nur 8⁰.
Nach dem Frühstück wollen wir zum Einstieg des Klettersteigs, ob wir klettern können, hängt davon ab, ob es schon ein bisschen abgetrocknet ist, nach den Regenfällen der vergangenen Nacht.

Unseren Plan können wir leider nicht in die Tat umsetzen, weil die Zufahrt zum Klettersteig gesperrt ist und Google Maps und die Deviation-Schilder uns im Kreis drehen. Man kann den Kletterfelsen zwar in der Ferne sehen, aber ihn nicht erreichen. Wir müssen nächstes Jahr im Herbst also unbedingt noch einmal wieder kommen. Unsere Strecke durch die Schweiz ist zwar nicht schlecht, wenn man in die östliche Provence will und sowieso eine Vignette hat, aber wir wollen ja meistens direkt ins Corbière zum Windsurfen und Kiten und da ist die A 75 Strecke schöner und abwechslungsreicher.

Um Riom und Vichy nutzen wir für 4,50€ die Péage. Ein guter Kompromiss, um dem Samstagsverkehr zu entgehen.

Lapalisse, unser Ort für die Mittagspause, ist der wohnmobilfreundlichste Ort, den wir kennen. Überall kann man kostenlos übernachten. Wir bevorzugen den Platz am Schloss, weil Prinzessin Mina dann noch eine Runde durch den Schlosspark drehen kann. Immerhin lacht die Sonne und es sind 17⁰. Dieses Mal ist leider ein Pferdemarkt, aber für einen Spaziergang und Mittagessen ist das kein Problem. Es ist sogar ein Glücksfall, weil Carmens Halfter kurz vor dem Urlaub gestohlen wurde und hier gab es genau vor dem Wohnmobil ein neues.

Brunnen

Wer ist der Schönste?

Die französische Bezeichnung für Wasserspeier ist Gargouille, ins Englische als Gargoyle übernommen, verwandt mit dem deutschen „gurgeln“.

Wir müssen uns das Schloss unbedingt einmal von innen anschauen.

Für ein Pferd ist leider kein Platz mehr.

Nach dem Mittagessen geht es dann über Landstraßen weiter über Chalon-sur-Saône bis Seurre, wo wir übernachten wollen. Das sind noch einmal 170 km.

Insgesamt sind wir heute 390 km gefahren.

Toller Platz an der Saône

Bootssteg für Sundowner

Ausblick auf Seurre bei Nacht

1 Le Malzieu-Ville N 44° 51′ 17,6″ O 3° 19′ 37,3″
2 Château de La Palice N 46° 14′ 54,5″ O 3° 38′ 17,1″
3 Seurre N 47° 0′ 6,5″ O 5° 8′ 23,2″

Heimweg in Etappen

Nach dem Frühstück verabschieden wir uns von den Frankfurtern und starten nach La Couvertoirade.

In La Couvertoirade waren wir schon mehrfach auf der Rückfahrt. Es ist ein wunderschönes mittelalterliches Dörfchen, dass bereits im 12. Jahrhundert von Tempelrittern gegründet wurde.

Mittelalterliches Stadttor aus dem 15. Jahrhundert

Hier könnte man sich einmieten

Kirche Saint Christol 15. Jahrhundert

Restauriertes Südtor

Es ist sehr schön hier.

Die meisten Läden und Lokale haben bereits geschlossen.

Friedhof

Nachdem wir durch das Örtchen gebummelt sind, essen wir die Pizzareste von gestern Abend und lassen Mina vor der Weiterfahrt zu unserem Übernachtungsplatz in Malzieu noch ein bisschen entspannen. In La Couvertoirade ist es bereits deutlich kühler als am Meer. Heute Morgen in Fitou waren es 20⁰, hier sind es nur noch 15⁰.

Malzieu hat einen tollen Wohnmobilstellplatz direkt am Ufer der Truyere.

Ursulinenkloster

Mehrere schöne Stadttore

Calvaire

Uhrturm

Es würde hier in Malzieu auch noch eine Vie Ferrata B/C geben, mit kurzem Zustieg. Das müssen wir uns morgen früh noch anschauen. Dieses Mal ist es leider zu feucht, aber wir haben sie schon mal in unseren Rucksack übernommen.

1 Fitou N 42° 53′ 40,4″ O 2° 59′ 3,8″
2 La Couvertoirade N 43° 54′ 44,5″ O 3° 19′ 1,3″
3 Le Malzieu-Ville N 44° 51′ 17,6″ O 3° 19′ 37,3″

Letzter Urlaubstag

Damit uns der Abschied nicht so schwer fällt, ist es heute Morgen erst einmal sehr grau und natürlich überhaupt kein Wind.

Da bietet sich ein Shoppingcenter als Alternative an.

Die Malls vor Perpignan sind riesig. Wir finden etwas für Bruno, einen neuen Handfeger und Shirts bei Esprit und Mango.
Anschließend sind wir zusammen mit den Frankfurtern alleine am Sandarm.

Erst aus der Luft sieht man die tolle Landschaft.

Um 6 Uhr kommt der Wind, der eigentlich für 5 angekündigt war. Konstanter Wind 5 Beaufort!
Die Windprognosen für die nächste Woche sind eine wirkliche Zumutung! Und wir sollen nach Hause.

Also schnell aufs Wasser!

Bis zum Einbruch der Dunkelheit hat Uwe noch Spaß. Anschließend holen wir eine Pizza bei Luigi und ziehen uns in den Windschatten von Fitou zurück.

Wieder ein windiger Tag!

Schon vor dem Frühstück stehen wir in den Salinen. Es bläst ordentlich.

Aber kaum haben wir unseren Latte Macchiato getrunken, schläft der Wind komplett ein, obwohl für den ganzen Tag ruppig Bedingungen angesagt waren.
Aber der Windgott legt nur eine kurze Pause ein und kommt mit 4-5 Beaufort zurück. Es reicht also, um mit dem 5,3er ins Gleiten zu kommen.

Kurze Verschnaufpause

Uwe mit seinem 15er Kite

Auch Carmen geht noch mal mit 5,3er aufs Wasser und ist begeistert.
Anschließend holen wir das 5.9er aus der Segelmacherei und fahren zum Schloss von Fitou.

Abendstimmung am Etang

Wieder ein Marin-Tag?

Nach unserer Erfahrung bringt der Marin, der Wind der vom Meer kommt, eigentlich Regen und schlechtes Wetter. Es ist heute zwar bewölkt, aber es soll nicht regnen. 20⁰ sind auch angenehm und 5 Beaufort! Das sollte doch auch bei bedecktem Himmel ein schöner Tag werden.

Kaktusfeigen

Am Sandarm angekommen, scheint die Sonne und der Wind hört auf. Okay! Kaffeepause und Spaziergang im Sonnenschein ist auch mal ganz nett.

Etang de la Palme

Kites am Strand

Mina will, wie immer, ihre Ruhe.

Sanna kuschelt mit Rudi

Uwe probiert seinen 19m² Kite aus und ist der King of the Lake.

Später probiert Carmen mit dem Übungskite zu fliegen und wenigstens das Lenken klappt schon mal. Starten und landen in Treppenschritten ist dann morgen an der Reihe.

Bei unserer Fahrt zur Pizzeria entdecken wir, dass der Rouet-Strand bei Marin komplett unter Wasser steht. Und dann ist die Pizzeria auch noch geschlossen!

Dort sind gestern noch unsere Seehunde rum gerannt.

1 Château de Fitou N 42° 53′ 38,7″ O 2° 58′ 34,9″
2 Sandarm N 42° 58′ 17,6″ O 3° 1′ 6,7″
3 Aire Camping Car N 42° 58′ 45,7″ O 3° 1′ 9,5″

Trübsal?

Wir wussten ja durch Windfinder, dass es heute bedeckt sein wird. Deshalb haben wir einen Shopping und Lesetag geplant. Immerhin sind es noch 19⁰, nicht kalt. Über Fernbedienung haben wir Ronja zu Hause die Heizung angestellt, aber hier ist es noch so, dass man keine Heizung braucht.

Wir gehen zu Lidl einkaufen, bringen mein Segel zum Segelmacher, entsorgen bei Super U und verbringen die Mittagspause am Strand von Port La Nouvelle und treffen dort die Frankfurter Kiter mit Hund Rudi wieder.

Wir tauschen Erfahrungen aus und schnell ist der Tag vorbei und wir fahren zum Schloss von Fitou zum Übernachten.

Das Chateau ist in Privatbesitz und beherbergte ursprünglich ein Restaurant. Es scheint aber wohl dauerhaft geschlossen zu sein.
Trotz des eher pessimistischen Tagestitels hatten wir einen großartigen Urlaubstag.
Abends wird die Burg angestrahlt. Sehr romantisch!

Château de Fitou

1 Base Éole N 42° 49′ 55,5″ O 3° 2′ 4,3″
2 Plage Des Montilles N 42° 59′ 34,0″ O 3° 3′ 12,3″
3 Château de Fitou N 42° 53′ 38,7″ O 2° 58′ 34,9″

Wieder einmal Surfen

Heute fahren wir schon vor dem Frühstück zum Sanddamm zwischen Saline und Etang und machen vorher noch einen Abstecher zum Bäcker.

Im Gegensatz zu gestern dreht der Wind kräftig auf. 30 Knoten in Böen! Nichts mehr mit Hang loose! Da ist eher Kämpfen angesagt.

Schaumkronen

Selbst Uwe riggt ein kleines Segel auf und schafft es nur mit Hilfe das kleine Brett vom Dach zu holen. Für Carmen bleibt nur Lesen, weil sie schon daran scheitert die 1,5 m² Wohnmobiltür zuzumachen.
Windfinder beharrt weiterhin auf 4 Beaufort, genau wie gestern.

Der Wind schwankt zwischen 12 und 22 Knoten. Das ist extrem ruppig.

Privatstrand vor unserem Wohnmobil

Nach Latte Macchiato mit Pain au Chocolat kommt Carmen auch noch ein bisschen aufs Brett, aber dann wird er schwächer und wir überlegen, ob wir wieder auf die Kombination von gestern umsteigen sollen.

Wir mögen die Salinen

Mina ist endlich entspannt

Sanna nimmt ein Sonnenbad

Genau so haben wir es dann gemacht und doch noch einen tollen Tag gehabt.

Nach dem Surfen geht es noch 25 km nach Eole. So voll haben wir diesen Platz noch nie erlebt. Was ist nur los in diesem Jahr?

1 La Palme N 42° 58′ 45,7″ O 3° 1′ 9,5″
2 Sandarm N 42° 58′ 16,5″ O 3° 0′ 59,0″
3 Base Éole N 42° 49′ 55,5″ O 3° 2′ 4,3″

Tramontana

Seit 14 Tagen lauern wir auf Wind. Heute ist er zum ersten Mal prognostiziert. Beim Frühstück merkt man noch nichts davon.

Wir begeben uns schon mal in die Pool-Position, d.h. wir fahren zum Sandarm. Die Mädels laufen 🏃‍♂️ 🏃‍♀️ 🏃‍♀️ und Uwe fährt.

Salinen im Morgennebel

Von 11:30 bis 12:30 bläst ein konstanter Wind, der überhaupt nicht ruppig ist. Hang loose? Sowas gibt es doch sonst hier nicht! Ab 2 Uhr müssen wir zurück laufen. Auch nicht typisch Tramontana. Und der Himmel zieht sich zu. Zeit zum Mittagessen. Aber nach dem Mittagessen geht es weiter bis zum Sonnenuntergang.

Kurze Mittagspause

Salinen

Ein toller Tag

Kommt Marin?

Das kleine Winzerdorf Fitou ist sehr ruhig und beschaulich und außer Weinproben kann man hier eigentlich nichts machen. Nach dem Frühstück fahren wir daher zu dem Stellplatz “Le Vigne”. Wirklich ein Geheimtipp! Nur für Windsurfer!

Dorfplatz Fitou

Lesen mit Aussicht

Um 3 Uhr sieht man die ersten Kites am Himmel und wir wechseln zum Sandarm.

Es reicht!

Zumindest hat Uwe 2 Stunden Spaß. Wir fahren zum CCP nach La Palme. Über den Weg durch die Salinen ist das höchstens 1 km und Uwe läuft mit den Hunden hinterher.

Uns gefällt der Stellplatz, weil man sich wie auf einem Freistehplatz fühlt.

1 Fitou N 42° 53′ 40,4″ O 2° 59′ 3,8″
2 Le Vigne N 42° 57′ 27,6″ O 2° 59′ 55,8″
3 Sandarm N 42° 58′ 17,6″ O 3° 1′ 6,7″
4 Aire Camping Car N 42° 58′ 45,7″ O 3° 1′ 9,5″

Windfinder lässt Hoffnung aufkommen

Nachdem wir heute fast 14 Tage unterwegs sind, bekommen wir von Windfinder zum ersten Mal gute Nachrichten. Morgen soll sehr beständiger Marin blasen (4-5 Beaufort ). Das würde uns zuerst einmal reichen. In unseren alten Reisetagebüchern haben wir gelesen, dass wir früher im Herbst nie etwas besichtigen konnten. Es ging immer nur um Segelgrößen, Umriggen, Brettertausch oder ob sich Segel unter 3 m² lohnen. Wir haben manchmal im Windschatten einer Mauer in Fitou übernachten müssen. Gestern haben uns deutsche Segler, die hier leben erzählt, dass es seit 2 Monaten keinen Mistral gab und schon ewig nicht mehr geregnet hat.

Unser Tagesziel heißt also Leucate und davor noch einmal Einkäufe erledigen und am befahrbaren Strand von Port La Nouvelle entspannen. Das sind nur ca. 40 km um die Lagune herum. Wir können uns also Zeit lassen und noch etwas die Aussicht genießen.

Wir suchen uns schon mal unsere Traumyacht aus.

In Port-la-Nouvelle ist alles beim Alten, sogar unsere neue Lieblingspizzeria Luigi gibt es noch.

Wunderschön, auch wenn der Wind fehlt.

Nach unserer leckeren Pizza 🍕 bei Luigi am Strand fahren wir nach Fitou. Es gibt dieses Jahr viele Mosquitos. Wir hoffen mal, dass es im Ort besser ist.

1 Port Gruissan N 43° 6′ 10,3″ O 3° 5′ 54,3″
2 Plage Des Montilles N 42° 59′ 34,0″ O 3° 3′ 12,3″
3 Parking des Corbières N 42° 53′ 40,4″ O 2° 59′ 3,8″